Kirchen setzen gemeinsames Zeichen für Ökumene

von | 17. September 2026 | ACK, Aktuelles

18 kirchenleitende Vertreterinnen und Vertreter unterzeichnen revidierte Charta Oecumenica in der französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt in Berlin – Startschuss für die Umsetzung in Deutschland

Die Kirchen in Deutschland haben heute (Anm.: 15.9.2026) am Internationalen Tag der Demokratie in Berlin ein neues Kapitel ihrer ökumenischen Zusammenarbeit aufgeschlagen. Im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes in der französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt unterzeichneten 18 kirchenleitende Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) die revidierte Charta Oecumenica. Damit beginnt die breite Rezeption der europäischen Leitlinien für die Zusammenarbeit der Kirchen in Deutschland.

Für die Apostolische Gemeinschaft hat Apostel i.R. Ulrich Hykes (im Foto 2. v. l.) an der Veranstaltung teilgenommen und die Charta Oecumenica unterzeichnet.

Die Unterzeichnung knüpft an eine mehr als zwanzigjährige Geschichte an: Bereits 2003 hatten 16 Mitgliedskirchen der ACK die Charta Oecumenica beim Ersten Ökumenischen Kirchentag in Berlin unterzeichnet. Die nun revidierte Fassung wurde auf der europäischen Ebene im vergangenen November in Rom unterzeichnet. Sie nimmt neue Herausforderungen in Europa in den Blick und setzt zusätzliche Schwerpunkte unter anderem bei Frieden, Migration, neuen Technologien und der Rolle junger Menschen. Im Zentrum stehen weiterhin die Selbstverpflichtungen der Kirchen.

Fahrplan für gemeinsames Handeln – „Jetzt geht es darum, Charta mit Leben zu füllen“
Für Reverend Christopher Easthill, Vorsitzender der ACK in Deutschland, ist die heutige Unterzeichnung deshalb ein neuer Anfang. „Wir schauen inzwischen auf beinahe ein Jahr intensiver Erfahrung und Arbeit mit der revidierten Charta Oecumenica zurück. Dabei hat sich für mich bestätigt, dass die Charta Vision und Handlungsempfehlung zugleich ist. Ihre Selbstverpflichtungen geben uns eine wichtige Orientierung für unser gemeinsames Zeugnis und Handeln“, sagt Easthill. „Die neue Charta Oecumenica ist kein abstraktes Dokument, sondern ein ganz konkreter Fahrplan für gemeinsames Handeln und Zeugnis und ein Versprechen für unsere Zukunft.“

Die vollständige Pressemitteilung (Nr. 28/2026) kann hier heruntergeladen werden.

Die Charta Oecumenica steht hier zum Download bereit.

Quelle/Foto:
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